FMH Thesen "Ja zu Managed Care" versus Modell Persönliche Gesundheitsstelle von VSAO und Gewerkschaften Thèses de la FMH ("Oui au Managed Care") versus le modèle de l'ASMAC et les syndicats: Le modèle de l'interlocuteur/interlocutrice. Thesen der FMH zu zwei aktuellen, zentralen Themen im Schweizer Gesundheitswesen: Ja zu Vernetzung und Qualität –Ja zu Managed Care http://www.saez.ch/pdf_d/2006/2006-36/2006-36-833.PDF Thèses de la FMH concernant deux thèmes d'actualité du domaine de la santé - l'essentiel en bref: Oui aux réseaux et à la qualité - oui au «Managed Care» http://www.saez.ch/pdf_f/2006/2006-36/2006-36-833.PDF Thesen der FMH: Erfahrungen nutzen – Managed Care fördern Gesundheitskommission d. Ständerates hat Vorlage zur Aufhebung des Vertragszwanges sistiert. Stattdessen Förderung von Managed Care http://www.saez.ch/html_d/2006/2006-36-854.Html Im Gegensatz zum FMH-Modell setzen sich folgende Verbände mit ihrem Modell Persönliche Gesundheitsstelle für eine Beibehaltung des direkten Zugangs zur Psychiatrie ein: Verband Schweizerischer
Assistenz- und Oberärztinnen und –ärzte VSAO Modell Persönliche Gesundheitsstelle: http://www.sgb.ch/d-download/090112_PGS auf einen Blick_d_2.pdf
Contrairement aux thèses de la FMH les organisations suivantes defendent avec le modèle de l’interlocuteur/interlocutrice personnel de santé (IPS) le maintien de l'accès direct à la psychiatrie: Association suisse des
médecins-assistant(e)s des chef(fe)s de clinique (ASMAC) Le modèle de l’interlocuteur/interlocutrice personnel de santé (IPS) http://www.sgb.ch/fr/f-download/090112_PGS%20auf%20einen%20Blick_f.pdf
Kontroverse Reaktionen in der Schweizer Ärztezeitung zu Managed Care und auf das Thesenpapier der FMH - in Stichworten eine nichtrepräsentative Auswahl der Argumente:
SAEZ 9 März 2006 Erfahrungen aus den USA geben gemäss Kritikern zu Bedenken Anlass. Gefährdet «Managed Care» die Behandlungsqualität? Das aus den USA stammende Modell «Managed Care» wird bei uns als effizient und kostensenkend angepriesen.a Kritiker weisen allerdings darauf hin, dass es sich in den USA nicht bewährt hat.
SAEZ 18 Mai 2006 Managed Care Pro und Contra: Der Artikel von J. und M. Barben, in dem die Autoren auf der Basis eines Referats des US-Chirurgen John Nahas das Managed-Care-System US-amerikanischer Prägung kritisieren, hat eine Reihe teils ablehnender, teils zustimmender Reaktionen provoziert. Diese werden im folgenden als Schwerpunktthema im Sinne einer kontradiktorischen Diskussion wiedergegeben.
Präsident ZDG Erich Küng: "Nun will man mir weismachen, dass unter "Managed Care" für die Ärzte alles besser wird. Ich halte das für eine Phantasie: Die einzigen die von einem solchen System profitieren werden, sind die willfährigen ewig im Voraus gehorchenden neuen Manager und ihre Organisationen sowie die Versicherer, weil die, dank der zentraleren Organisation, mit Hilfe der Netzwerker die Preise noch mehr drücken können. Kollegen die nicht mitmachen wollen, bleiben vor der Tür, der Willkür der Netzwerker wird Tor und Tür geöffnet. Die spezialisierten Freiberufler und die Patienten bleiben auf der Strecke, das freie Gesundheitssystem gibt es nicht mehr."
SAEZ 41 Oktober 2006 Managed Care/Ärztenetzwerke: Der Stein der Weisen, der heilige Gral, die Panazee für alle Probleme im Gesundheitswesen? Andreas Brünger: "Mit grosser Freude und Begeisterung habe ich erfahren, dass der Stein der Weisen, der heilige Gral, die Panazee für alle Probleme im Gesundheitswesen gefunden wurde: Managed care und Netzwerke! Politiker, Krankenversicherer und die FMH als Vertreter der Ärzte haben dies in einer kollektiven Erleuchtung klar erkannt. Ärzte und Patienten sollen, so ein Titel der Basler Zeitung, ins Netz gehen! Eine Assoziation mit Fischen im Netz ist dabei natürlich völlig unangebracht."
SAEZ 41 Oktober 2006 Arzt - Mediziner - Manager? MBA Management Consultancy und Betriebswirtschaftsexperte Peter K. Link über die Survival Skills im "Health Sector": MBA Management Consultancy Peter K. Link: "Kalkulieren, restrukturieren, optimieren, (sich) perfektionieren...Die Survival Skills 2006–2015 für Mediziner im Schnellüberblick...Finance & Controlling...Strategische Führung... Informationstechnologien... Qualitätsmanagement... Gesundheitsökonomie... Projektmanagement, Zeitmanagement und Organisation...Risk Management...
SAEZ 47 November 2006 Chefarzt Theodor Kahn's Replik auf den vorherigen Artikel von Herrn Link Theodor Kahn: "Da wird einem endlich übel. Seit Jahren werden wir Ärzte von den Betriebswirtschaftlern belehrt und missioniert, dass wir endlich hinter dem Mond hervorkommen, uns bekehren und dem Grossen Gott Betriebswirtschaft (GGB) huldigen sollen, dessen Priester und Evangelisten sie sind. Herr P. Link betet für uns in gedrängtester Form (ein Zeichen seiner Effizienz) das ganze ökonomische Brevier herunter [1. Jeder Satz ist ebenso oberflächlich wie affirmativ und verströmt die Heilsgewissheit, wie man in der Brave New World des globalen Wettbewerbs obenauf schwimmen kann..."
SAEZ 46 November 2006 Jacques de Haller und Daniel Schlossberg zur Frage, ob Managed Care wirklich wirtschaftlicher oder effizienter sei. Daniel Schlossberg: "Zum Thesenpapier der FMH Managed Care –Kontrahierungszwang [1] Aus der Geschichte nichts gelernt – oder doch? ...Es ist bekannt – die Literatur dazu umfangreich und frei zugänglich –, dass Managed Care und medizinische Netzwerke eine bessere Kosteneffizienz des Gesundheitswesens nicht garantieren. Es würde den Rahmen dieses Diskussionsbeitrages sprengen, diese umfangreiche Literatur aufzubereiten." Jacques de Haller: "Was die Auswirkungen von Managed Care auf die Kosten anbelangt, geht aus den Zahlen bestehender Ärztenetzwerke klar hervor, dass solche Modelle im Gegensatz zu Ihrer Behauptung eine kostensenkende Wirkung haben. .... Es ist bekannt, dass die Qualität der medizinischen Betreuung in Versorgungssystemen, wie wir sie vorschlagen, noch besser gewährleistet werden kann." http://www.saez.ch/pdf_d/2006/2006-46/2006-46-1018.PDF
Daniel Schlossberg: "Ich bin erstaunt, dass Sie mir unterstellen, ich würde, was die Kosteneinsparungen von Managed-Care- Systemen betrifft, einfach die Unwahrheit behaupten, und Sie Ihrerseits mit der Gegenbehauptung antworten, dass «aus den Zahlen bestehender Ärztenetzwerke klar» hervorgehe, «dass solche Modelle […] eine kostensenkende Wirkung» hätten. Dann belegen Sie dies bitte!" Jacques de Haller: "Mit der Erarbeitung und Publikation des Thesenpapiers zur Förderung von Managed Care exponiert sich der Zentralvorstand...Auch sind wir der Ansicht, dass Managed Care in wissenschaftlicher Begleitung (und nicht aufgrund behaupteter Unterschiede) gefördert wird. Die Diskussion zu diesem Thema bleibt aber weiterhin kontrovers."
SAEZ 49 Dezember 2006 Jacques de Haller und Thomas Hofer zur Frage, ob die Arbeitsgruppe, die das FMH Thesenpapier Managed Care ausarbeitete, repräsentativ für die Schweizer Ärzteschaft gewesen sei Thomas Hofer: "Da nun Kollege Schlossberg die Frage nach der Repräsentativität dieser Gruppen aufwirft, erlaube ich mir, in Ergänzung zur Antwort unseres FMH-Präsidenten, Jacques de Haller, Herrn Schlossberg noch folgende Informationen nachzureichen: Die Vorbereitungs- und Arbeitsgruppe setzen sich gemäss meinen Recherchen wie folgt zusammen: 10 Allgemeinmediziner, 1 Internist, 1 Gynäkologe, 2 Chirurgen, beide an kantonalen Spitälern tätig, 1 Psychiaterin, der Präsident des Forums Managed Care und der Präsident der VSAO." Jacques de Haller: "In der Arbeitsgruppe «Managed Care» waren genau diese Dachverbände vertreten. Selbstverständlich konnten sie frei bestimmen, durch wen sie vertreten werden wollten, ich glaube aber, dass wir nie den Eindruck hatten, die Arbeitsgruppe sei ein abgeschotteter «Club». Bisher hat übrigens auch keine der Dachorganisationen der FMH die bemerkenswerten Ergebnisse der Arbeitsgruppe angezweifelt." http://www.saez.ch/pdf_d/2006/2006-49/2006-49-1153.PDF
Jacques de Haller: Auf diesem Gebiet wird Managed Care weiterhin für Gesprächsstoff sorgen. Wir haben hier ein kreatives Projekt, das die Bedürfnisse all unserer Fachgruppen respektiert und auf ein aussergewöhnliches Echo in Politik und Medien gestossen ist.
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